Hinweis des Bearbeiters
zu weniger, mehr und/oder andere Arbeitszeit
Deinen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit (Verkürzung der vertraglichen Arbeitszeit) und deren Verteilung findest Du in –
§ 8 TzBfG
§ 9a TzBfG (befristetet Verkürzung)
§ 2 PflegZG (Kurzzeitige Arbeitsverhinderung)
§ 3 PflegZG (Pflegezeit und sonstige Freistellungen)
Deine Ansprüche betreffen ausdrücklich nicht nur Deine geschuldete regelmäßige Arbeitszeit, sondern die gesamte
vertragliche Zeitschuld, also auch die zusätzliche Arbeitszeit, über die regelmäßige Zeit hinaus! (Überstunden, Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst werden laut
§ 6 Abs. 5 TVöD vertraglich verpflichtend und jeweils außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit abgefordert.)
Personalabteilung Kopie: Vorgesetzte, Interessenvertretung
Antrag Verkürzung und Verteilung meiner Arbeitszeit
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit ……………… arbeite ich als …………………… im Bereich ………………….
Ich beantrage nun gemäß § 9a bzw. 8 TzBfG:
Meine Arbeitszeit soll auf gesamt
……………… Stunden je Woche verringert werden.
Damit verbunden möchte ich gemäß § 8 Abs. 2 bzw. 9a Abs. 3 TzBfG
weiter im Schichtdienst an allen Wochentagen arbeiten, in den abteilungsüblichen Frühschichten, Spätschichten und Nachtschichten; an den regelmäßigen Wochenend- und Feiertagsdiensten nehme ich anteilmäßig weiter teil.
Oder etwa so:
jeweils dienstags von ……………… Uhr bis ……………… Uhr und
jeden zweiten Freitag von …………… Uhr bis ……………… Uhr arbeiten.
Dies soll von morgen an in drei Monaten beginnen.
Sie beschäftigen in der Regel mehr als 45 Arbeitnehmer/innen. Ich möchte daher die Reduzierung der wochendurchschnittlichen Arbeitszeit auf den Zeitraum bis zum ……………… befristen. Im Versagensfall gemäß § 9a Abs. 2 Satz 2 halte ich meinen Antrag auf dann unbefristete Verkürzung und dabei beschriebener Verteilung aufrecht; für diesen Fall zeige ich Ihnen gemäß § 9 TzBfG bereits heute hiermit meinen Wunsch auf eine Arbeitsverlängerung ab diesem Zeitpunkt an; bitte berücksichtigen Sie dies dann bei Ihren zukünftigen Besetzungsentscheidungen.
Zur gelegentlichen Leistung von Mehrarbeit, Überstunden, Rufbereitschaft, Bereitschaftsdienst mit meiner jeweiligen Zustimmung bin ich bereit.
Über diese Absicht habe ich bereits mit meiner/m Vorgesetzten beraten. Ich freue mich auf Ihren Bescheid über Ihre Entscheidung oder Ihre Einladung zur gemeinsamen Erörterung. An dieser würde ich dann ein Mitglied der Interessenvertretung beteiligen.
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und bitte Sie um ein qualifiziertes Zwischenzeugnis (
§ 35 TVöD Abs. 2).
Mit freundlichen Grüßen
Weg mit (nur) der zusätzlichen Arbeitszeit!
Personalabteilung Kopie: Interessenvertretung
Antrag Verkürzung und Verteilung meiner Arbeitszeit
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beantrage, meine gesamte vertraglich vereinbarte Arbeitszeit auf 38,5 (im BT-B: 39) Stunden regelmäßige Arbeitszeit wochendurchschnittlich zu verringern. Dieser Durchschnitt soll binnen des jeweiligen Planungsturnus verteilt werden. Zur gelegentlichen Leistung von Mehrarbeit, Überstunden, Rufdienstinanspruchnahmen, Bereitschaftsdienst bin ich mit meiner jeweiligen Zustimmung im Einzelfall bereit. Und damit verbunden möchte ich als gemäß § 8 Abs. 2 TzBfG gewünschte Verteilung
– abweichend von unseren Vereinbarungen oder den Vereinbarungen der beiden Betriebsparteien und
– entlang der Vorgaben in § 2 Nummer 8 NachwG
☐ das Schichtsystem (Wechsel in Zweischicht)
aus F3 (später Frühdienst) und gelegentlichen S1 (früher Spätdienst)
☐ in einem Schichtrhythmus mit wochenweisen Wechseln und
☐ mit werktäglich abschließender Ruhezeit von mindestens 13 Stunden
festgelegt bekommen.
Dies soll von morgen an in drei Monaten beginnen.
Mit freundlichen Grüßen
Insbesondere bei der Ablehnung eines Antrags oder bereits bei dessen Verzögerung führt der Weg
● zum Betriebsrat (§ 87 Abs. 1 Nummer 5 und Abs. 2 BetrVG - »wenn zwischen dem Arbeitgeber und den beteiligten Arbeitnehmern kein Einverständnis erzielt wird […] kommt eine Einigung über eine Angelegenheit nach Absatz 1 nicht zustande, so entscheidet die Einigungsstelle. Der Spruch der Einigungsstelle ersetzt die Einigung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat.«),
● zum Personalrat (§ 78 Abs. 1 Nr. 11 und § 80 Abs. 1 Nr. 6 BPersVG), oder
● zur MAV (§ 42 k MVG.EKD).
Personalabteilung Kopie: Vorgsetzte, Interessenvertretung
Anzeige gemäß § 9 TzBfG
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich arbeite in Teilzeit als ……………………
im Bereich ……………………
Ich wünsche eine Verlängerung meiner regelmäßigen wochendurchschnittlichen Arbeitszeit im Umfang von bis zu
………… Stunden.
Bitte berücksichtigen Sie meinen Wunsch bei Ihren zukünftigen Personalentscheidungen über Neueinstellungen oder Arbeitszeitaufstockungen.
Mit freundlichen Grüßen
💡 Siehe zudem den
TV FlexAZ: Altersteilzeit (plus Entgeltausgleich in § 7 Abs. 3) und Flexible Altersarbeitszeit (FALTER).
Beachte: Dies bleibt auf
bestehende Regelungen beschränkt (§ 15 Abs. 2 TV FlexAZ).